Medilab24
Bluttest könnte kognitiven Abbau bei gesunden älteren Erwachsenen vorhersagen

Bluttest könnte kognitiven Abbau bei gesunden älteren Erwachsenen vorhersagen

Leberfunktionstests sind eine Gruppe von Blutuntersuchungen, die dabei helfen zu beurteilen, wie gut Ihre Leber arbeitet, und potenzielle Leberschäden oder -erkrankungen zu erkennen. Diese Tests messen verschiedene Enzyme, Proteine und Substanzen, die von der Leber produziert oder verarbeitet werden. Zu den häufigen Bestandteilen gehören Alanin-Aminotransferase (ALT), Aspartat-Aminotransferase (AST), alkalische Phosphatase (AP), Albumin, Bilirubin und Gesamtprotein. Erhöhte oder erniedrigte Werte dieser Marker können auf verschiedene Arten von Leberproblemen hinweisen, von Entzündungen und Infektionen bis hin zu chronischen Erkrankungen oder Verstopfungen der Gallenwege.

ALT und AST sind Enzyme, die sich hauptsächlich in Leberzellen befinden. Wenn Leberzellen geschädigt werden, gelangen diese Enzyme in den Blutkreislauf, wodurch die Werte ansteigen. ALT ist spezifischer für die Leber, während AST auch aufgrund von Herz- oder Muskelproblemen erhöht sein kann. Alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das mit den Gallenwegen in Verbindung steht, und hohe Werte können auf eine Blockade der Gallenwege oder Knochenerkrankungen hinweisen. Bilirubin ist ein Abfallprodukt aus dem Abbau roter Blutkörperchen, das die Leber verarbeitet und ausscheidet. Hohe Bilirubinwerte können Gelbsucht verursachen, eine Gelbfärbung der Haut und Augen, und können auf eine Leberfunktionsstörung oder Probleme mit den Gallenwegen hinweisen.

Albumin- und Gesamtproteinmessungen bewerten die Fähigkeit der Leber, essentielle Proteine zu produzieren. Niedrige Albuminwerte können auf eine chronische Lebererkrankung, Mangelernährung oder Nierenprobleme hinweisen. Ihr Arzt kann Leberfunktionstests anordnen, wenn Sie Symptome wie Gelbsucht, Bauchschmerzen, Übelkeit, dunklen Urin oder unerklärliche Müdigkeit haben. Diese Tests werden auch verwendet, um bestehende Lebererkrankungen zu überwachen, die Auswirkungen von Medikamenten zu beurteilen, die die Leber beeinflussen können, oder um Personen zu screenen, die aufgrund von Faktoren wie Alkoholkonsum, Fettleibigkeit oder Familienanamnese ein Risiko für Lebererkrankungen haben.

Die Vorbereitung auf Leberfunktionstests erfordert in der Regel ein Fasten von acht bis zwölf Stunden vor der Blutentnahme, obwohl Ihr Arzt Ihnen spezifische Anweisungen geben wird. Der Test umfasst eine einfache Blutprobe, die aus einer Vene in Ihrem Arm entnommen wird. Die Ergebnisse liegen in der Regel innerhalb weniger Tage vor. Abnormale Ergebnisse bedeuten nicht immer, dass Sie eine ernsthafte Lebererkrankung haben, da viele Faktoren die Leberenzymwerte vorübergehend beeinflussen können. Ihr Arzt wird die Ergebnisse im Kontext Ihrer Symptome, Krankengeschichte und möglicherweise zusätzlicher Tests interpretieren, um die zugrunde liegende Ursache und gegebenenfalls die geeignete Behandlung zu bestimmen.